Sensorische Integration (SI) bedeutet die Vernetzung und Koordination aller Sinneseindrücke zu einer Gesamtwahrnehmung als eine Grundlage von Handeln und Lernen. Im Mittelpunkt der SI- Therapie steht die somato- sensorische und die vestibulär- propriozeptive Wahrnehmung, sowie die Modulation der Wahrnehmung aus den verschiedenen Sinnessystemen.

Stimuli in einer für das Kind bedeutsamen (Spiel)situation sollen es in die Lage versetzen, seine motorischen und emotionalen Handlungen besser an die Umwelt anzupassen (adaptives Verhalten).

Diese Therapieform wendet sich an Kinder mit unterschiedlichen Erscheinungsbildern gestörter Wahrnehmungsfunktion. Diese können sich folgendermaßen äußern:

  • Häufiges Anstoßen an Gegenstände oder Hinfallen
  • Auffälliges Vermeiden bzw. Suchen von Reizen, die Anforderungen an das Gleichgewichtsorgan stellen
  • Auffälliges Vermeiden bzw. Suchen von taktilen (Informationen über die Haut) Reizen
  • Probleme die Muskelspannung aufzubauen oder zu halten
  • Probleme im feinmotorischen Bereich
  • u. a.

Wechselnde Interessen und Bedingungen des häuslichen und sozialen Umfelds müssen immer wieder neu in die Behandlungssettings eingegliedert werden, ohne dabei das ursprüngliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Nur wenn das Kind motiviert ist und sich mit Freude mit den Therapieinhalten auseinandersetzt, kann die Therapie erfolgreich sein. Daher wird es immer wieder nötig sein, die ergotherapeutischen Maßnahmen unterschiedlich zu kombinieren und durch Veränderungen den Therapieschwerpunkten anzupassen.